WORTWAHL in ReiMform
Wer es hier auf diese Seite schafft, der möge zunächst mein Vorwort lesen.
Ich bin freie Texterin und lasse in meiner Freizeit den Worten gern ihren Lauf. Gedichte haben es mir dabei besonders angetan. Vor allem aus dem Grund, dass aus spartanisch eingesetzten Wörtern ein Bild entsteht. Eine Aussage getroffen wird. Humor durchscheinen kann. Man sich beim Dichten genüsslich durchaus selbst ein wenig überraschen lassen kann. Auch möchte ich mich an der Form der Kolumne probieren, dies zum texterlichen Weiterkommen.
Ich suche mir demnach ein aktuelles Thema heraus und lasse den Dingen ihren Lauf. Dies geschieht nicht zum Aufregen ;-). Sondern als Sinnieren, zur eigenen Unterhaltung, zum Zeitgeschichte erzählen – zum Wortgenuss.
Oder einfach aus gedanklicher Überleitung zu einem Foto | AuFs WoRt BildARt.
„Frommer Wunsch und schöner Schein – allein“
19.11.23 einfach mal losgedichtet

ganz großes Kino…
ZUSAMMENGEREIMT – in III Teilen
Teil I: Frommer Wunsch
Der Sinn fürs Große
der Blick fürs Kleine
Und dazu noch
zwei flinke Beine
die fest auf Grund
am Boden steh’n
Von Herzen fair
und gern geseh’n
Das wünsch’ dem Mensch,
dem Kind, dem Manne.
Dem Menschenskind.
Dem Horst, der Hanne.
Teil II (Fortsetzung): Schöner Schein
… für ihre Reise durch das Leben,
den Werdegang, das Nehmen. Geben.
Dazu viel Obacht beim Bestreben.
Denn nicht ist alles Gold, was glänzt.
Der Glanz lenkt ab, hüllt ein, hält fest.
Bezaubert schnell, verführt, fängt ein.
Und so entsteht der schöne Schein.
Des Reichtums, Wohlstands – Glücklichsein.
Doch weiß man nur zu gut,
gleichwohl
Der schönste Schein ist manchmal hohl.
Teil III (Nachsatz): Allein
… dazu, dies nur als letzte Note,
ein Spielverderber, dieser Bote:
Die Einsicht, die ist ziemlich mies.
Dass Schein oft macht auch dies
— mutterseelenallein.
— scheinheilig.