Textdichte

Gedichte, Lyrik und Poesie sind aus der Zeit? Oder doch reinste Wertschätzung und zeitlose Blickschärfung. Spontan als reimende Gedanken niedergeschrieben, spiegeln sie Erlebtes wider und erzählen aus dem Leben einer WortArtigen, denn

Das Leben ist ein Gedicht.


Neueste Inspiration:

Das „tobende Meer“ als geflügeltes Wort
doch wer kennt die tobende Muschel?…
Man gucke genau hin, an diesem besonderen Ort
denn am Strand herrscht nicht nur Gekuschel

Es war so:

Textgestaltung für Destinationen, DMO, Hotel - AuFs WoRt
BildArt von AuFs WoRt | Am Strand von Texel „Die tobende Muschel“

Die tobende Muschel

In einem platten Land,
an einem weiten Strand
gezogen wie ein breites Band
lebte einst eine Muschel.

Sie liebte den offenen, sandigen Treff
kannte ihren Kiez aus dem Effeff
hatte als Strandchef einiges zu sagen
mitunter sich manchmal zu beklagen.

Die Muschel war von Natur aus ruhig
hatte starke Nerven und nutzte gern
die harte Schale über weichem Kern
doch manchmal wars aus mit der Geduld,

(das Alter war wohl auch daran Schuld),
dann nämlich, wenn sie das Gebaren,
das am Strand so vorherrschte, seit Jahren,
erlebte, es war zunehmend verfahren.

Wie wohl bei jedem Zusammenleben
gab es am Meer Stunk und häufige Beben.
Nicht alles war friedlich und rosarot
nicht jeder hielt sich an Gesetze und Verbot.

So half sie der Freundin, der ging es recht mies
eine Muschelin von anderem Schlage,
die unter Austern litt, die waren echt fies
überwuchsen sie, sorgten für schwere Tage, ja:

Die Miesmuschel konnte sich nicht mehr rühren!
Konnte nicht gucken, nicht öffnen die Türen
kam nicht mehr raus, alles war verriegelt
die Pazifischen hatten sie gedrückt und versiegelt.

Es waren die Menschen schuld an der Plage 
und wirklich war der Einfluss, die ganze Lage
zu kritisieren, es ging um viel – viel zu verlieren,
konnten sich die „Miesen“ doch schnell halbieren.

Deswegen tobte die Muschel, führte Streit
mit Mensch und Tier, doch in all dieser Zeit
war ganz klar, ob sie kämpfte oder schrie,
zum Aufgeben bereit, das wäre sie nie!


… Ach ja:

Eins könnte die Tobsucht etwas schlichten,
(wenn auch nicht vollständig, d a s mitnichten):
Wenn jeder Mensch sich nur würd‘ verpflichten
seinen Müll einzusammeln, zum Vernichten.

Danke!

Dinggedicht aus Freiburg by © AuFs WoRt | Oktober 2020
Thema: Meer, Nordsee, Muschel, Miesmuschel, Auster, Strandleben, Texel, Fragilität


Weitere Gedichte und Inspiration:
BildArt von AuFs WoRt | Foto hier von Pixabay

Schwärmende Stare

Stare sitzen
starr gereiht
sind sie doch
statt auf mystisch verzweigtem Ast,
auf einem stattlichen Strommast
zu Gast.

Ohne Ballast
machen sie Rast
und hätten dabei fast,
den schwärmerischen Weiterflug
zum winterwarmen Ort
verpasst.

Denn die Zeit verblasst,
selbst auf einem Starkstrom-Ast
(ist er auch grau und eher verhasst).
Mit dem Strom schwärmen die Stare
in die Stadt im Staat im Süden,
stilsicher, zielsicher, synchron

im Schwarm zusammengefasst.

Naturgedicht aus Freiburg by © AuFs WoRt | Oktober 2020
Thema: Stare, Vogelzug, Natur, Vögel, Naturstar, Naturlyrik, Strom, Schwarm, synchron

Naturgedicht | Schwärmende Stare | zum Anhören

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Es hat Gewicht
und strotzt vor Kraft,
hat Einfluss, ist riesig
und voller Macht.
Liegt im Blick, in der Betrachtung
in Wort, in Tat, in der Beachtung.

Das kleinste
Kompliment.

Gedankengedicht aus Freiburg by © AuFs WoRt | Oktober 2020
Thema: Worte, Kraft, Einfluss, Betrachtung, Beachtung, Aufmerksamkeit, Gedankenlyrik


Tourismus Texte mit Online Marketing und SEO
BildArt von AuFs WoRt ©

Achtung vor Worten

Worte,
aus Buchstaben hinarrangiert,
finden zusammen, werden formiert
und nach eigenem Belieben
gesprochen oder geschrieben
zu Phrasen und Sätzen drapiert.

Worte,
erscheinen, gratis und frei
zur freien Bedienung, doch dabei
ist der Wert nicht immer klar
es nutzt sich zu einfach, zu wunderbar
das Buchstaben-Allerlei.

Worte,
sind jedermann zugänglich
in ganzer Breite und allumfänglich
harmlos kommen sie daher
geltem manchem als Rededessert,
doch ganz so einfach ist es nicht.

Worte,
vor langer Zeit entstanden
der Ursprung in Gefahr zu versanden
es hat nicht immer, ganz so fein
und auch nicht immer allzu rein
ein jeder den Sinn verstanden.

Worte,
gesprochen mit Kraft und mit Drall
sind seltenst nur Rauch und rarlich nur Schall
viel eher fliegen sie durch Zeit und durch Raum,
bestehend im Leben, verharrend im Traum,
verbleibend stets und überall.

Worte,
passieren zwischenmenschlich und hängen
manchmal befüllt mit unedlen Zwängen
in der Luft als Kommunikation
sie fordern heraus, erwarten Aktion
verfolgen, kitzeln, loben, bedrängen.

Worte,
als Gruß, als Scherz, als Dank, als Eid
verbinden, bringen Freude und schwerlich Leid
jedoch als Diskurs, als Streit, als Wissen
sind sie Garant von Missverständnissen
zerrütten, entfernen, manchmal weit.

Worte,
benutzt, ob aus Liebe, aus Verdruss
haben mehr Macht und mehr Einfluss
als manch einer vermuten mag
und so sind sie manchmal arg
unrückholbar, mit keinem Kuss.

So kann man eigentlich jedem nur raten
Worte zu achten, und manchmal zu warten.

Gedankengedicht aus Freiburg by © AuFs WoRt | September 2020
Thema: Worte, Achtung, Vorsicht, Buchstaben, Kraft, Gedankenlyrik, Achtsamkeit, Bewusstsein

Gedankengedicht | Achtung vor Worten | zum Anhören

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Gedanken um Gedichte

ich dichte
Erlebnisschätze
gehörte Sätze
mit Dichte

ich schätze
Worttiefe
ehrliche Briefe
mit Wahrheit

ich erlebe
Blitzgedanken
ohne Schranken
mit Verwunderung

ich beobachte
Wahrheitsgehalt
recht geballt
mit Entzücken

ich denke
Zeitgeist
manchmal dreist
mit Erstaunen

ich suche
Gedankendichte
erlebte Geschichte
mit Tiefe

ich finde
Gedichtquelle
aus voller Kelle
mit Dank

Gedankengedicht aus Freiburg by © AuFs WoRt | September 2020
Thema: Gedichte, Gedankenlyrik, Dank, Schätze, Erleben, dichten, Wahrheit, Zeitgeist

Gedankengedicht | Gedanken um Gedichte | zum Anhören

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BildArt von AuFs WoRt | Foto hier von Pixabay

Die Entscheidung des Morgens

Ungeliebte Frage,
viel zu früh gestellt
man räkelt sich grad‘ im Bette,
ist in seiner Welt
so warm, so behaglich, so sicher.

Da kommt sie um die Ecke,
kriecht direkt unter die Decke, stellt sich
man zögert, denkt, wenig erpicht
Soll ich, oder soll ich nicht?

Abwägen, seufzen, die Entscheidung ist da,
man hätt‘s nicht geglaubt, es ist ein Ja
gähnend und leidend macht man sich klar
steigt in die Schuhe, na wunderbar.

Aus der Tür und um die Ecke
kühler als gedacht auf der Haut
streift ein Lüftchen die Unterarme
nach dem Sommer noch unvertraut.

Am Ende der Straße, in recht weiter Ferne
die erste Begegnung mit einem Mensch, ein Kind,
es rollt auf dem Roller, den Blick nach vorne
geübt und wach, in die Schule geschwind.

Für mich geht es weiter
doch nicht galoppiert
ich muss den Schritt stoppen
ein Auto blockiert.

Und überall Eifer, Veränderung pur
Elan zum Werkeln und zum Schaffen
aus Stein, Holz, Glas und Natur,
entsteht Neues, zum Wohnen, zum Gaffen.

Und noch einmal gerat ich aus dem Fluss
Die Straße so leer, bis auf, ja bis
genau vor mir, exakt, es ist zum Keifen
gleich zwölf motorisierte Gummireifen.

Ich biege links ein und bin nun inmitten
Stille, Idylle, Ruhe und Grün, das Beste daran
der Dorfbach plätschernd nebenan,
ein weiterer Läufer mit trippelnden Schritten.

Die Wachsamkeit minder, der Boden im Fokus
übersät mit Schalen von Eicheln und Walnuss
von grünen kecken Äpfeln und buntem Laub
die Knöchel umrunden, ist besser, ich glaub.

Schon wieder Blockade,
natürlicher diesmal
der Regen der Nacht
hat Wasser gebracht.

Die große Pfütze umschiffend
kommt langsam das Ende in Sicht
Zufriedene Züge auf Mund und Gesicht
so schwierig wars eigentlich nicht.

Von unten dazu noch ein Morgengenuss
frisch herbstlich und ganz ohne Überdruss
ein Souvenir, das mit nach Hause muss:
Kastanien, soeben gesprungen, kühl, braun und rund.

Ich sammle sie auf, halt‘ sie unbefangen
an die Hitze der Haut, die Wärme der Wangen,
Sie werden mich durch den Tag begleiten
die Entscheidung des Morgens noch angenehm weiten.

Erlebnisgedicht aus Freiburg by © AuFs WoRt | September 2020
Thema: Laufen, Joggen, Sport, Überwindung, Morgenstimmung, Bewegung, Erlebnislyrik

Erlebnisgedicht | Die Entscheidung des Morgens | zum Anhören

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BildArt von AuFs WoRt | Foto hier von Pixabay

Herbsten – Jedes Jahr um diese Zeit

Auf luftigem, erhöhtem Feld,
hängt weinrot-grüngelbes Geld
in pyramid‘ner Traubenform,
zum Lesen bereit, an Dichte enorm.

Weinstöcke, endlos scheinend an der Zahl
ziehen sich über Hügel und Hänge,
Grünes, soweit das Auge nur reicht
nicht sichtbar die Schwere als Qual.

Denn da stehen sie, in Reih und Glied
förmlich den Abstand wahrend.
Wartend und mit geduldigem Lied
Die Last des Herbstes ertragend.

Sie stehen ausharrend, stehen bereit
voller Ertrag und voller Genuss,
süß-saftig und aus ähnlichem Guss
wie jedes Jahr um diese Zeit.

Von unten beginnend, am Weinstock entlang
geht es den Hügel hinauf, und mittenmang,
in die Welt der Trauben und herbstlichen Farben
die Jahreszeit ganz greifbar, köstlich, zum Laben.

Ein Schnipp hier, ein Schnipp da,
die Schere schneidet recht wunderbar
ganz sorgenlos und wie von allein,
geschaffen, um von Schwere zu befreien.

Statt zwei Hände vier – die Finger von gegenüber,
als steter Begleiter, langen herüber,
sie greifen nach Trauben, stark und fest
halten bereit und biegen Geäst.

Hinter der Rebe bloß Ahnung, man kennt sich nicht
der Wein verbirgt das andere Gesicht.
allein die Stimme dringt durchs dichte Geäst.
ein „wir“ beim Herbsten, es bleibt kein Traubenrest.

Unterhaltung mit Frau, Gerede mit Mann,
Es geht um Belangloses, um Erfahrenes auch,
der fremden Stimme vertraut man sich an,
Das Herbsten als alter Begegnungsbrauch.

Bücken, hocken, strecken, Gekletter,
Gewühl im Dickicht der Weinrebenblätter
Es zählt das Aufspüren, der nächste Fund
Versprichst du Genuss? Wie schmeckst du im Mund?

Manch runde Frucht zergeht auf der Zunge,
belebt süss-saftig, bringt Fahrt und Schwunge,
das also bietet der herbstliche Garten
Doch weiter mit Herbsten – denn mehr davon warten.

Auch dieser Wuchs ächzt unter Gewicht
Hände, die Trauben – schwer und dicht – greifen
vom Zweig, der einem Zuhause entspricht,  
an dem man wachsen durfte, und reifen.

Flinkes Gekrabbel, Beinchen und Tierchen,
Ohrenkneifer, Spinnen, nicht immer Pläsierchen,
jetzt aber behände in Sicherheit,
der nächste Weinstock macht sich zur Ernte bereit.

Das Gesicht zwischen Blättern versteckt,
vergisst sich die Zeit, vergisst sich der Ort
ein leichter Eimer, befüllt nach dem nächsten,
wird schwer, hinübergetragen und ist schon fort.

Da – ganz unerwartet: das Ende der Reihe
Man ist oben, errichtet sich steif,
streckt die Haltung, reckt den Rücken
Ein Drehen, ein Erleben, ein Entzücken.

Der Ausblick hat an Höhe gewonnen, allerhand
Der Blick fällt auf die Vogesen
Die Gedanken schweifen ins benachbarte Land
wird dort auch gerad‘ gelesen?

Sonne und Durst tragen die Melodie,
jetzt ein Schluck, ein Schlückchen nur!
Famos – der Gedanke bleibt keine Phantasie,
es wartet ein Picknick, himmlisch und pur.

Die Holzbänke stehen, das Mahl wird serviert
Zu Brot wird auch Käse und Wurst arrangiert.
Tomaten, Gurken und noch mehr sind drapiert.
Und ja, wie soll es denn hier auch anders sein?

Ein feinstes Schlückchen Gutedel Wein.

Erlebnisgedicht vom Batzenberg by © AuFs WoRt | September 2020
Thema: Weinlese, Herbsten, Trauben, Ernte, Erlebnislyrik Natur, Brauch, Tradition, Herbst

Erlebnisgedicht | Herbsten – Jedes Jahr um diese Zeit | zum Anhören

Da die Website Gedichte den Vorteil haben, veränderbar zu sein, kann es zu Diskrepanz zwischen Audio Version und Textversion kommen.


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